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SUMMARY:Achtsam alt werden - Biographischer Rückblick und Aussöhnung
DESCRIPTION: \nIn Verbundenheit mit anderen ZeitgenossInnen nehmen wir uns eine Woche Zeit\, um gemeinsam auf die Geheimnisse zu lauschen\, die sich im Werdeprozess des Alterns offenbaren. \nIn der sogenannten dritten Lebensphase begegnen uns Gefahren und Chancen. Heute erreicht die Generation der Kriegs- und Nachkriegskinder das Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung. Viele haben in ihrer Kindheit noch Krieg\, Flucht und entweder traumatisierte/seelisch verletzte oder abwesende Soldatenväter und überforderte Mütter erleben müssen. Für seelische Verarbeitungsprozesse war damals wenig Zeit\, denn es musste ja schließlich Deutschland wiederaufgebaut werden. Unverarbeitete Leid-Erfahrungen wurden daher  verdrängt\, vieles wurde im sogenannten Körpergedächtnis abgespeichert. \nDiese Generation hat jedoch auch die Wurzeln der heutigen Leistungsgesellschaft gelegt\, die neuen Alten sind es daher von klein auf gewöhnt\, das (manchmal nicht leichte) Leben selbst in die Hand zu nehmen. \nMit Zunahme der Lebensjahre wird in der Regel die körperliche und seelische Schutzhaut dünner. Alte Erinnerungen und unverarbeitete Leid-Erfahrungen können aufsteigen\, wollen „gesund-geliebt“ und geheilt werden. Schmerzende Körperteile rufen nach Fürsorge und Pflege\, Funktionseinschränkungen müssen – wohl oder übel – akzeptiert werden.Während die körperlichen Kräfte schwächer werden\, können jedoch die seelisch-geistigen  Fähigkeiten noch wachsen\, allerdings nur\, wenn sie gepflegt werden. Hier gilt: „Use it or loose it“\, benutze es oder verliere es. \nIn dieser Dezemberwoche\, wo die Sonnenstunden auch auf den Rosenwaldhof kürzer werden\, wollen wir uns  Zeit und Raum für den eigenen Lebenslauf mit seinen Höhen und Tiefen nehmen. Kollektive Schicksale verlangen eine gemeinsame Aufarbeitung. Unterstützt durch die tragende Gruppen-Energie und eine Sicherheit gebende Tagesstruktur\, lassen sich unverdaute Erlebnisse leichter verarbeiten und Erfahrungen in Erfahrungs-Schätze verwandeln. Durch liebevolles Zuhören bei der eigenen und den fremden Geschichten wird die kollektive Prägung durch Zeit-Genossenschaft offensichtlich. Viele Fluchtgeschichten\, Bombennächte\, unschöne Begegnungen mit traumatisierten\, liebes-unfähigen Vätern oder Müttern ähneln sich. Mitgefühl fällt leicht\, wenn das eigene Schicksal ähnlich war. Beim gespürten Verstanden-Werden können Körper und Seele sich entspannen. \nWir können den Alterungsprozess und das Sterben nicht verhindern\, aber wir können unser biographisches Geprägt-Sein reflektieren und erkennen\, wie unsere Persönlichkeit durch ein individuelles (Eltern\, Ahnen) und ein kollektives Schicksal (Krieg\, Flucht\, Hitler) beeinflusst wurde. Und wir können uns entscheiden\, welches seelisch-geistige Erbe wir unseren Nachkommen und Freunden hinterlassen wollen\, und uns so auf einen friedlich versöhnten\, schönen Tod vorbereiten. \nEine mögliche Übung zur Aussöhnung kann z.B. sein:  Ausgehend von einer meditativen Grundhaltung unternehmen wir eine imaginäre Reise zu unseren Vorfahren. Wir laden alle damals wichtigen Akteure ein\, sich in einem Kreis zu setzen. In der Mitte brennt eine Kerze oder steht ein anderes Symbol für Versöhnung. Jede/r damals Mitwirkende bekommt Gelegenheit\, seinen (in der Regel einseitigen) Blickwinkel ausführlich mitzuteilen. Die Gruppe unserer Ahnen hört – ohne Bewertung – zu. Dann wird imaginär zum Nächsten gewandert\,  der möglicherweise einen gegensätzlichen Standpunkt vertritt. Wenn Alle gehört wurden\, darf ein Raum für Stille entstehen\, in dem das Gehörte zu wirken beginnt. Oftmals lässt die kollektive Intelligenz dann ein inneres Bild von Versöhnung aufsteigen. \nIndem wir uns – vorurteilsfrei – auf den Standpunkt unserer Vorfahren begeben und aus ihrem Blickwinkel in die damalige historische Situation einfühlen\, können wir eine mögliche transgenerationale Weitergabe von traumatisierenden Erfahrungen entgiften und/oder eine vererbte Schuld loslassen. Zuerst braucht es ein Interesse zeigendes Verstehen und Würdigen\, bevor sich eine Einseitigkeit in das große Ganze – bereichernd – einfügen kann. \nIn einer Gruppe\, die das Zuhören mit dem Herzen pflegt\, kann Jede/r wahrnehmen\, welche – auch positiven Änderungen sich in dem langsamen Transformationsprozess des Älterwerdens vollziehen. Oftmals wird festgestellt\, dass die Fähigkeit zum liebevollen Verständnis anderer Menschen und die Gelassenheit im Umgang mit eigenen und fremden Fehlern zunimmt. Eine Wertschätzung der Qualitäten des Alters kann einen friedensstiftenden Gegenpol bilden\, angesichts der heute überall herrschenden Kriege\, Zerstörungen (nicht nur der Umwelt)\, Polarisierungen und Diskriminierungen andersdenkender oder andersfühlender Menschen. Die sogenannte dritte Lebensphase lässt sich somit als Chance begreifen\, sich mit dem eigenen Schicksal zu versöhnen und einen Beitrag zum Frieden in der eigenen Seele und damit auch in der Welt zu leisten. \n  \n\n Tagesstruktur\n\nA) Meditatives Ankommen in der Gruppe mit einem Text\, Gedicht und/oder Körper-Ritual/Yoga \nB) Befindlichkeits-Runde: Was steht für jeden Einzelnen/für mich heute an? Bringe ich etwas aus der Nacht mit? \nC) Kurzer theoretischer Input als Leitgedanke des Tages Gedanken-Impulse zu folgenden Themen sind möglich: Phasen im Lebenslauf und Entwicklungsaufgaben der letzten Lebensabschnitte; Fähigkeiten\, die im Alter abnehmen und Qualitäten\, die zunehmen\, wenn sie gepflegt werden; Kollektive Traumata durch Zeit-Genossenschaft und/oder transgenerationale Weitergabe; vererbte Aufgaben; Posttraumatisches Wachstum; Demenz-Prophylaxe und Neuroplastizität des Gehirns; Altersweisheit; Nah-Tod-Erfahrungen; Wünsche für das eigenen Sterben u.v.m.\, Wünsche der TeilnehmerInnen werden berücksichtigt. \nD) Pause \nE) Austausch zum Tagesthema mit der Gruppe \nF) Biographische Einzelarbeit (wenn noch Zeit am Vormittag\, sonst am Nachmittag): Zunächst als Stillarbeit entlang vorgegebener Fragen und \ndanach als Gruppenarbeit: \nIm Verlauf der Woche bekommt jede/r TeilnehmerIn  die Gelegenheit (kein Muss!) zu ca. 2-3 Stunden Zeit geschenkt\, um den eigenen Lebenslauf durch seine Höhen und Tiefen zu teilen. Die Unterstützung der Gruppe durch einen Blick\, der vom Herzen kommt\, hilft\, den roten Faden zu sehen und den Sinn in der eigenen Lebensleistung zu würdigen. \nG) Der Ausklang am Abend orientiert sich an den Wünschen der TeilnehmerInnen: Ein Märchen\, eine Entspannungsübung mit Körperreise\, eine meditative Musik (die gerne mitgebracht werden kann) o.ä. \n3. Bitte mitbringen: Schreibzeug\, Tagebuch\, wenn möglich: Liste der Vorfahren (väterl./mütterl.)\, Schlüssel-Erlebnisse\, Narrative (wiederholte Erzählungen)\, belastende Vorfälle in der Ahnenreihe. \nDarüber hinaus kann gerne mitgebracht werden: Ein Foto oder Bild von persönlicher Bedeutung; ein Lieblings-Gedicht; ein Gegenstand von innerem Wert\, der Trost in schwierigen Zeiten gespendet hat. \n  \n* Themenwünsche\, die im Zusammenhang mit dem Thema „Achtsam alt Werden“ stehen\, können gerne auch bereits im Vorfeld an die Leiterin per email gesendet werden. \n  \n\n Anmeldung\n\nVorzugsweise per Email: reginaweiser@web.de \nAuch möglich per Post an: \nRegina Weiser\, Malteserordensstr. 4 a\, 79111 Freiburg \nBitte angeben: \nVor und Nachname\, Adresse\, Tel.-Nr.\, falls vorhanden: Handynummer. \nZimmerwunsch: Einzelzimmer\, Doppelzimmer\, mit oder ohne Bad. Auch möglich: Übernachtung im Zelt oder eigenen Wohnmobil. \nBiologisch-vegetarische Küche: Gibt es Nahrungs-Unverträglichkeiten? \n  \nSeminargebühr: 200-500 € nach Selbsteinschätzung (Kosten für U&V werden zusätzlich mit dem Rosenwaldhof abgerechnet) \n  \nBemerkungen: \nDas Seminar versteht sich als „Biographie-Arbeitsgruppe“ unter Zeitgenossen\, nicht als therapeutische Gruppe. Die Heilung früherer Verletzungen – selbst zugefügter oder erlittener – ist möglich. Aussöhnungs- und Dankbarkeitsgefühle sind willkommen. \n  \n \nZu meiner Person: \nRegina Weiser (78 J.) war viele Jahre als Psychotherapeutin niedergelassen\, nach ihrer Yogalehrerinnen-Ausbildung hat sie Yoga in die therapeutische Arbeit integriert. Dieses Seminar-Angebot ist aus ihrem Wunsch entsprungen\, sich mit Gleichaltrigen zu dem Thema auszutauschen: „Wie kann man achtsam alt werden?“. Die Leiterin hat christliche Wurzeln und hat sich im Verlauf ihres Lebens mit vielen anderen Weltanschauungen und spirituellen Ausrichtungen beschäftigt. Das Angebot ist bewusst weltanschaulich neutral. \n  
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